Do 26.10.

Salon zum Rehböckli     Zürich

19:00 – 20:30

Mit Anita Siegfried auf den Spuren von Mario Comensoli

 

Mit «Die Prinzen der urbanen Wüste» nähert sich Anita Siegfried dem Werk, dem Leben und der Zeit des Malers Mario Comensoli, der in Zürich zum stadtbekannten «peintre des rues» wurde. Manfred Papst moderiert, Matthias Senn liest aus dem Buch.

Als junger Künstler zieht Mario Comensoli nach Zürich, später lockt Paris, wo er in Montparnasse wohnt und neben vielen anderen Künstlern auch die Brüder Diego und Alberto Giacometti kennenlernt.
Nach dem Bilderzyklus über die italienische Emigration in den 50er-Jahren, den «uomini in blu», sind es die Secondos, die Revolte der Jugend, Punks und Skins, das Elend der Drogenszene, die Comensoli in ihren Bann ziehen. Später eröffen sich neue, oft verstörende Bildwelten, Chimären, halbe Engel, halb Teufel, tummeln sich jetzt auf den Leinwänden, Himmel und Hölle, Eros und Thanatos gehen fliessend ineinander über.
Anita Siegfrieds Annäherung an Comensoli beruht unter anderem auf einer intensiven Recherche im Archiv der Comensoli-Stiftung, wo sie bisher unveröffentlichte und persönliche Dokumente sichten konnte.
Mit anschliessendem Apéro très riche, für den der Salon zum Rehböckli bekannt ist.

Anita Siegfried

Anita Siegfried ist Autorin von Kinder- und Erwachsenenbüchern und als Schreib-Coach beim Schulhausroman und beim Jull (Junges Literatur Labor) in Zürich engagiert.
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Manfred Papst

Manfred Papst studierte von 1975 bis 1983 Sinologie, Germanistik und Kunstgeschichte in Zürich, was er mit einer Arbeit zur Übersetzbarkeit chinesischer Lyrik abschloss. Danach absolvierte er bis 1987 noch ein Zusatzstudium in Geschichte. Er war freiberuflich als Korrektor, Lektor, Übersetzer und Herausgeber für verschiedene Verlage tätig und wirkte als Deutschlehrer. Er arbeitete beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) an der Edition der Werke und Briefe Friedrich Glausers mit. Von 1989 bis 2001 war er Programmleiter des NZZ-Buchverlags und von 2002 bis 2017 Ressortleiter Kultur der NZZ am Sonntag, deren Kulturredaktion er weiterhin angehört. Er war acht Jahre lang Präsident der Thomas Mann Gesellschaft Zürich und von 2012 bis 2020 Präsident der Gottfried Keller-Gesellschaft. Papst erhielt 2005 den Zürcher Journalistenpreis und 2015 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.

Matthias Senn

Matthias Senn, Dr. phil., Jahrgang 1944, war wissenschaftlicher Kurator und Leiter des Fachbereichs Geschichte am Schweizerischen Nationalmuseum in Zürich. Er ist u. a. Autor der «Geschichte der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde zum Grossmünster Zürich».

Sprache:

Deutsch

Eintritt:

CHF 40.00

Ermässigung:

CHF 25.00

 

Inkl. Apéro très riche

Personen in Ausbildung, Inhaber:innen der KulturLegi, IV-Beziehende

 

Die Vorstellung ist ausverkauft!

Veranstaltungsort:

Salon zum Rehböckli
Trittligasse 26
8001 Zürich
Im Haus zum Rehböckli wohnte der Schweizer Chronist Johannes Stumpf von 1562 bis zu seinem Tod 1578. Hier war auch der erste Kindergarten der Stadt untergebracht. Prisca Senn öffnet das Haus regelmässig für literarische Veranstaltungen.