Mi 26.10.

Collegium Helveticum     Zürich

19:00 – 20:15

Lemberg oder eine andere Kriegsgeschichte: «Ludwik Fleck und das nicht nach ihm benannte Fleckfieber» von Andreas Pospischil

 

Das Fleckfieber war auch wegen seiner Ausbreitung in Kriegen eine besorgniserregende Krankheit. Ludwik Fleck (Lemberg 1896–Nes Ziona 1961) hat wesentlich zu dem Phänomen geforscht. Sein Weg als Wissenschaftler und Jude liest sich in der Darstellung von Andreas Pospischil wie ein Krimi. M: Karen Roth

Das Fleckfieber war auch wegen seiner Ausbreitung in Kriegen eine besorgniserregende Krankheit. Ludwik Fleck, ein Arzt und Philosoph aus Lemberg hat wesentlich zu diesem Phänomen geforscht. Sein Weg als Wissenschaftler und Jude liest sich in der Darstellung von Andreas Pospischil wie ein Krimi; aber auch wie eine andere Geschichte Lembergs. In der Stadt – einst eine blühende k. u. k. Metropole, danach polnisch und nach der Besetzung durch die Nazis schliesslich Teil der Sowjetunion – hat Fleck wichtige Forschungen betrieben. Er beschrieb 1930 den ersten zuverlässigen Hauttest zum Fleckfiebernachweis. Seine Deportation ins KZ Buchenwald und seine Zeit im Nachkriegseuropa und in Israel gehören aber genauso zu diesem reichen Forscherleben wie seine bedeutenden Schriften zur Wissenschaftssoziologie. Der Autor Andreas Pospischil hat diesem beinahe vergessenen Immunologen mit seinem «Ludwik Fleck und das nicht nach ihm benannte Fleckfieber» (Chronos 2020) ein aufregendes Denkmal gesetzt.

Eintritt:

Eintritt frei

Tickets:

Keine Tickets, nur Reservation unter Email, 044 915 28 63

Veranstaltungsort:

Collegium Helveticum
Schmelzbergstrasse 25
8006 Zürich