Do 26.10.

Buchhandlung Calligramme     Zürich

19:30 – 21:00

Leben und Werk des Dichters Ernst Stadler

 

Das schmale lyrische Werk, das Ernst Stadler (1883–1914) hinterliess, zählt bis heute zum Kernbestand des Expressionismus. In seiner Biografie zeichnet Albert M. Debrunner die Lebensumstände des Dichters nach und entwirft das Panorama einer Epoche. Lesung, Gespräch, Apéro. Moderation: Bernhard Echte

Ernst Stadler verkörperte in seinem kurzen Leben ein geistiges Europa, das seiner Zeit weit voraus war. Mit seinem lyrischen Schaffen schloss er sich dem international gesinnten Kreis um die expressionistische Zeitschrift Aktion an. Nach den Schüssen von Sarajewo erlebte Stadler aber die Fatalität des alten Europas am eigenen Leib: Er fiel in der Schlacht um Ypern. Geblieben ist ein schmales lyrisches Werk, das bis heute zum Kernbestand des frühen Expressionismus zählt. Albert M. Debrunner füllt mit Stadlers Biografie (Nimbus, 2022) eine Lücke der Literaturgeschichtsschreibung. Auf ebenso spannende wie kenntnisreiche Weise zeichnet er die wenig bekannten Lebensumstände des Dichters nach und entwirft das Panorama einer ganzen Epoche.

Albert M. Debrunner

Albert M. Debrunner, geboren 1964, hat Englisch, Deutsch und Philosophie studiert und ist heute Gymnasiallehrer. Von 2006–2014 war er Präsident der Allgemeinen Lesegesellschaft Basel. Ausserdem ist er Stiftungsrat der dortigen Hebel-Stiftung. Er publizierte verschiedene Bücher, u. a. «Freunde, es war eine elende Zeit! René Schickele in der Schweiz 1915–1919» (2004), den «Literaturführer Thurgau» (2008), die «Literarischen Spaziergänge durch Basel» (2011) sowie zahlreiche Artikel zu literaturhistorischen Themen. 2017 erschien bei NIMBUS seine Biografie über Hermann Kesten («Zu Hause im 20. Jahrhundert») und 2022 die Biografie über Ernst Stadler («Ernst Stadler – Ein zu kurzes Leben»). Albert M. Debrunner lebt in Basel.

Bernhard Echte

Der Verleger Bernhard Echte war lange Jahre Leiter des Robert Walser-Archivs und entzifferte zusammen mit Werner Morlang Walsers rätselhafte «Mikrogramme». Daneben gab er mehrere Bände der Werke und Briefe Friedrich Glausers heraus, edierte Hugo Ball, Marieluise Fleißer, Emmy Hennings, Rudolf Utzinger, Franz Hessel und andere. Seit 1996 ist Bernhard Echte als Verleger des von ihm gegründeten Verlags NIMBUS. Kunst und Bücher tätig.
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Sprache:

Deutsch

Eintritt:

CHF 12.00

Ermässigung:

CHF 10.00

 

Personen in Ausbildung, Inhaber:innen der KulturLegi, IV-Beziehende, AHV-Beziehende

Tickets:

Reservation unter Email, 044 680 37 04

Veranstaltungsort:

Buchhandlung Calligramme
Häringstrasse 4
8001 Zürich