So 26.10.
Salon zum Rehböckli Zürich
«Wo bleibt das Licht» — Ilma Rakusa im Salon zum Rehböckli
«Wo bleibt das Licht» – eine passendere Frage könnte man in diesen Zeiten wohl kaum stellen. In Tagebuchprosa, Gedichten, Monologen und Dialogen erkundet die Schweizer Autorin Ilma Rakusa mehr als zweieinhalb Jahre lang ihr Inneres im Spiegel des Aussen – klarsichtig und mit scharfer Urteilskraft.
Sie blickt mit Schrecken und Erschütterung auf die Krisenherde der Welt, hadert, zweifelt und verzweifelt. Wortstark prangert sie Ungerechtigkeit und Despotismus an, appelliert an Menschlichkeit und Verstand und berichtet voller Empathie vom Alltag notleidender Menschen. Zusammen mit jahrelangen Weggefährten durchwandert sie voller Sanftmut, Wehmut und Wärme gedanklich Zeit und Raum, erinnert an gemeinsame Gespräche und lässt vergangene Texte wieder aufleben. So entsteht ein Schreiben, das ebenso luzide wie poetisch die Gegenwart durchdringt. Die Vergänglichkeit wohnt in diesem Gedankenbuch wie auch die Lebendigkeit, das Lebhafte, das grosse Glück im Kleinen und vor allem die Liebe. Die Liebe zur Familie und zu Freunden, zur Literatur und Kunst. Das Persönliche und das Politische gehen in diesen Reflexionen, Gegenwartsbetrachtungen und Sprachperlen Hand in Hand.
Moderation: Manfred Papst.
Mit Apéro très riche.
Ilma Rakusa
Ilma Rakusa, geboren 1946 als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen, lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin, Publizistin (NZZ, Die Zeit) und Universitätslehrbeauftragte in Zürich. Ihr umfangreiches Werk umfasst verschiedene literarische Gattungen, darunter ihre Poetikvorlesungen «Farbband und Randfigur» (1994), das Berlin-Tagebuch «Aufgerissene Blicke» (2013), der Erzählband «Einsamkeit mit rollendem r» (2014) sowie die lyrische Chronik «Kein Tag ohne» (2022). Ausserdem trägt sie mit ihren zahlreichen Übersetzungen aus dem Russischen, Französischen, Serbokroatischen und Ungarischen zur Vermittlung osteuropäischer Literaturen bei. Für ihr literarisches und übersetzerisches Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Berliner Literaturpreis (2017) und dem Kleist-Preis (2019).
Manfred Papst
Manfred Papst, geboren 1956 in Davos, studierte Sinologie, Germanistik und Kunstgeschichte in Zürich. Von 1989 bis 2001 war er Programmleiter des NZZ-Buchverlags, seit 2002 ist er Ressortleiter Kultur der NZZ am Sonntag. Er hat zahlreiche Publikationen zu Literatur und Musik verfasst.
Sprache:
Deutsch
Eintritt:
CHF 40.00
Ermässigt:
CHF 25.00
Platzreservation via:
Platzreservation via E-Mail
Veranstaltungsort:
Salon zum Rehböckli
Trittligasse 26
8001 Zürich
