Sa 25.10.

Karl der Grosse     Zürich

15:30 – 16:45

Vom Roman zum Film – Ein Gespräch zu «Stiller» mit Stefan Haupt und Thomas Strässle

 

«Stiller» ist einer der wichtigsten Romane Max Frischs. Nun kommt die erste Filmadaption in die Kinos. Regisseur Stefan Haupt erläutert im Gespräch mit Thomas Strässle, wie aus einem Roman ein Film wird. Dazu Passagen aus Roman und Drehbuch im direkten Vergleich, begleitet von finalen Filmszenen.

«Ich bin nicht Stiller.» Es ist dieser allererste Satz, mit dem Max Frisch seinen 1954 erschienenen Roman «Stiller» beginnt, der nur schwer wieder aus den Köpfen seiner Leser:innen verschwindet. Wir lernen alles und zugleich nichts über den Helden, der uns durch den Rest der Geschichte führen wird. Denn die Figur stellt klar: Er ist nicht der Stiller, für den wir ihn halten, er hat sich einen neuen Namen gegeben, eine neue Geschichte, eine neue Nationalität, eine neue Identität.
Die Verfilmung dieses bedeutenden Romans von Max Frisch ist eine Entdeckungsreise in die tiefen der menschlichen Identität: Vielleicht lernen wir unterwegs diesen Stiller ja doch noch kennen – und damit hoffentlich auch ein wenig uns selbst. Ob das so ist, versucht Frisch-Kenner Thomas Strässle im Gespräch mit Stefan Haupt herauszufinden. Das Publikum darf mitmachen und erleben, wie ein Text zu einem Drehbuch und schliesslich zu Film wird.
Moderation: Anne Walser.

Stefan Haupt

Stefan Haupt wurde 1961 in Zürich geboren, hat an der Schauspiel Akademie Zürich Theaterpädagogik studiert und Regisseur von Filmen wie «Zwingli», «Margreet Honig – Der freie Ton», «Zürcher Tagebuch» oder «Finsteres Glück». Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und lebt in Zürich.
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Thomas Strässle

Thomas Strässle (*1972) ist Literaturwissenschaftler, Autor und ausgebildeter Musiker. Er studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris und liess sich parallel dazu zum Flötisten mit Konzertdiplom ausbilden. 1999 promovierte er über Barockliteratur, 2008 habilitierte er sich mit einer Studie über die Symboliken des Salzes in der Literatur von Homer bis zur Gegenwart. Von 2009 bis 2013 hatte er die erste SNF-Förderprofessur an der BFH inne. Seit 2013 leitet er das Y Institut an der HKB und ist Titularprofessor am Deutschen und am Komparatistischen Seminar der Universität Zürich. Ausserdem ist er Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich und Mitglied des Literaturclubs von SRF/3sat. Neuere Buchpublikationen u. a.: Salz. Eine Literaturgeschichte (Hanser, 2009); Gelassenheit. Über eine andere Haltung zur Welt (Hanser, 2013); Max Frisch: Aus dem Berliner Journal (Suhrkamp, 2014); Fake und Fiktion. Die Erfindung der Wahrheit (Hanser, 2019). 2024 erschien «Fluchtnovelle».
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Anne Walser

Die 1977 in Paris, Frankreich, geborene Anne Walser Zürcherin ist eine der erfolgreichsten Filmproduzentinnen der Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung von C-Films. Sie beschäftigt sich neben Finanzierung und Realisierung von Projekten auch intensiv mit allgemeiner Stoffentwicklung und Drehbucharbeit.

Sprache:

Deutsch

Wahlpreis:

CHF 35.00, CHF 25.00, CHF 15.00

Veranstaltungsort:

Karl der Grosse
Kirchgasse 14
8001 Zürich
Karl der Grosse ist ein Debattierhaus mit Bistro im Parterre und historischen Räumlichkeiten mitten in der Zürcher Altstadt. Während «Zürich liest» finden hier zahlreiche Veranstaltungen statt und auch das Festivalzentrum ist hier untergebracht.

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