Fr 23.10.
Offene Kirche St. Jakob Zürich
Vernissage «Amine. Einer für alle, Essen für alle»
Wir feiern die Vernissage des Buches «Amine. Einer für alle, Essen für alle». Die Autorin Katharina Morello unterhält sich gemeinsam mit dem Protagonisten des Buches, Amine Diare Conde, über seine Geschichte und seine Zukunftspläne.
Moderation von Verena Mühlethaler.
In «Amine. Einer für alle, Essen für alle» erzählt Katharina Morello die Geschichte von Amine Diare Conde.
Amine wächst im guineischen Dorf Botoko auf, wo Felder und Gärten die Menschen ernähren. Als Jugendlicher reist er in die Hauptstadt Conakry, gelangt von dort durch die Sahara und über das Mittelmeer nach Europa. Als Minderjähriger beantragt er in der Schweiz Asyl. Hier baut er sich dank sprühender Energie und wachem Verstand ein Netzwerk auf.
Als die Corona-Pandemie ausbricht, organisiert er praktisch im Alleingang und in Rekordzeit eine gross angelegte Lebensmittelverteilung. Er weiss, dass der Zugang zu Nahrungsmitteln besonders in Krisenzeiten ein zentraler Bestandteil von Armutsbekämpfung ist. Es ist ein grosser Akt der Menschlichkeit und eine logistische Meisterleistung. Aus Amines Idee wächst die schweizweit wirksame Non-Profit-Organisation «Essen für alle». Aber das ist erst der Anfang seiner Pläne.
Katharina Morello
Katharina Morello, geboren 1966 in Zürich, studierte Theologie und Journalismus. Sie arbeitete als interkulturelle Beraterin beim SAH, dann als Redaktorin, Journalistin und Kommunikationsfachfrau u.a. bei Brot für alle. Sie publizierte mehrere Bücher, ist Mutter von drei Kindern, teilzeitlich als Pfarrerin tätig und engagiert sich in der Autonomen Schule Zürich. Für den Beitrag «Armut, Sprachlosigkeit und die Seuche» im «Tages-Anzeiger» erhielt sie den Medienpreis der Stiftung Christoph Eckenstein.
Amine Diare Conde
Amine Diare Conde floh mit 16 aus Guinea in die Schweiz. Heute arbeitet er als Hochbauzeichner, engagiert sich sozial – und sitzt im Vorstand des Ausländerinnen- und Ausländerbeirats der Stadt Zürich.
2020, eine Woche nach dem Lockdown, startet er die Aktion «Essen für alle» und wird zu einem der Helden der Coronakrise. Obwohl er sich selbst am Existenzminium durchschlagen muss, hilft er Menschen, die noch weniger haben als er. Er erträgt es nicht, wenn Menschen hungern. An der Autonomen Schule in Zürich verteilt er Woche für Woche 2000 Essenstaschen.
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Sprache:
Deutsch
Eintritt:
Eintritt frei
Veranstaltungsort:
Offene Kirche St. Jakob
Stauffacherstrasse 34
8004 Zürich
