Fr 23.10.

Orell Füssli Kramhof     Zürich

20:30 – 22:00

Michael Köhlmeier mit Manfred Papst im Gespräch über «Mein privates Glück», den Roman seiner Familie

 

Wie wird man der Mensch, der man ist? Michael Köhlmeier hat sein Lebensbuch geschrieben, den Roman seiner Familie. Mit dem renommierten Literatur- und Kulturkritiker Manfred Papst spricht der grosse österreichische Autor über sein neues Buch und nimmt uns mit auf seine Lebensreise.

Alles beginnt mit einem vierjährigen Buben aus Coburg, der nicht weiss, dass er Eltern hat – bis er eines Tages mit der Eisenbahn in Lindau ankommt. Ein fremder Mann holt ihn ab und begleitet ihn in ein Haus ans Bett einer gelähmten Frau. Er ist sein Vater, sie ist seine Mutter.
Wie wird man der Mensch, der man ist? Michael Köhlmeier hat sein Lebensbuch geschrieben, den grossen Roman seiner Familie. Er erzählt von den Traumata der Weltkriege, die bis in die Gegenwart nachwirken, und vom Alltag in einer erzählsüchtigen Verwandtschaft. Schonungslos ehrlich und mit der ganzen Kraft der Fiktion dringt er in die Tiefe der menschlichen Existenz. «Alles wird sich irgendwann irgendwie zurechtschütteln, darin liegt die Zuversicht meines Lebens.»

Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems in Vorarlberg und Wien. Bei Hanser erschienen u. a. die Romane »Abendland« (2007), »Zwei Herren am Strand« (2014), »Matou« (2021), »Frankie« (2023), »Das Philosophenschiff« (2024) und »Die Verdorbenen« (2025), außerdem Gedichtbände«, »Die Märchen« (mit Bildern von Nikolaus Heidelbach, 2019) sowie die Essaybände »Das Schöne. 59 Begeisterungen« (2023)« und »Das Gute. 53 Zuneigungen« (2025). Michael Köhlmeier wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk und 2019 mit dem Ferdinand-Berger-Preis.

Manfred Papst

Manfred Papst, geboren 1956 in Davos, studierte Sinologie, Germanistik, Kunstwissenschaft und Geschichte in Zürich. Von 1980 bis 1988 war er freiberuflich als Korrektor, Lektor, Übersetzer und Herausgeber für verschiedene Verlage tätig und wirkte als Deutschlehrer. 33 Jahre lang arbeitete er für die Neue Zürcher Zeitung, zuerst als Programmleiter des Buchverlags, dann als Feuilletonchef der NZZ am Sonntag, deren Kulturredaktion er weiterhin angehört. Er war von 2003 bis 2011 Präsident der Thomas Mann Gesellschaft Zürich und von 2012 bis 2020 Präsident der Gottfried Keller-Gesellschaft und im Rahmen eines Projekts des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) arbeitete er an der Edition der Werke und Briefe Friedrich Glausers mit. 2015 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

Sprache:

Deutsch

Eintritt:

CHF 15.00

Ermässigt:

CHF 10.00

Tickets via:

Tickets via Webseite

Veranstaltungsort:

Orell Füssli Kramhof
Füsslistrasse 4
8001 Zürich

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