Sa 26.10.

Karl der Grosse     Zürich

16:00 – 17:30

Gottfried Keller – Rebell im Klassikergewand. Rundgang mit Martina Kuoni

 

Malen wollte er, nicht schreiben. Enttäuscht, ja verzweifelt kehrte der junge Keller aus München nach Zürich zurück. Erst ein Stipendium wies ihm den Weg zum Schriftsteller. In der Altstadt liegen die Häuser, in denen Gottfried Keller aufwuchs, lebte, arbeitete und seine Geselligkeit pflegte.

Landschaftsmaler möchte er werden, deshalb fährt Gottfried Keller als junger Mann nach München, in die europäische Kunstmetropole. Alle Enttäuschungen der letzten Jahre sollen in Zürich zurückbleiben: der Schmerz um den früh verstorbenen Vater, die Schmach des Rauswurfs aus der Schule, die ernüchternde Lehrzeit bei einem Kupferstecher und einem Aquarellisten. Die Jahre in München aber sind geprägt von bitterer Not, von Selbstzweifeln, ausbleibendem Erfolg und von Heimweh. Geschlagen kehrt Keller nach Zürich zurück. Erst ein Stipendium seiner Vaterstadt führt ihn auf den Weg des Schriftstellers. In Heidelberg und Berlin entsteht sein Meisterwerk «Der grüne Heinrich». Der Roman wird ihm zur Lebensaufgabe, überarbeitet er doch die erste Fassung (1855) gegen Ende seines Lebens noch einmal gründlich. Die Altersfassung (1879/1880) beschert ihm uneingeschränkten Erfolg. Gottfried Keller, der Meister des poetischen Realismus, erweist sich als Wegbereiter der Moderne und als zeitloser Autor.

Eintritt:

Kollekte

Tickets:

Keine Tickets, keine Reservation; Einlass, solange Platz vorhanden

Veranstaltungsort:

Karl der Grosse
Kirchgasse 14
8001 Zürich