Fr 28.10.

Salon zum Rehböckli     Zürich

19:00 – 20:30

Gewaltige Geschichte(n)

 

Der Kampf gegen Beziehungsgewalt – ein Sachbuch und Kurzgeschichten: Christina Caprez liest aus «Wann, wenn nicht jetzt – Das Frauenhaus in Zürich», Veronika Sutter aus ihrem Geschichtenband «Grösser als du» (nominiert für den Schweizer Buchpreis 2021).
Moderation: Alice Grünfelder.

Mitte der 1970er Jahre gehen Frauen auf die Strasse, in Paris, Berlin und auch in Zürich. Erstmals machen sie Gewalt gegen Frauen zu einem öffentlichen Thema. 1979 eröffnen autonome Feministinnen in Zürich ein Frauenhaus. Die Soziologin und Historikerin Christina Caprez erzählt in «Wann, wenn nicht jetzt» (Limmat Verlag) die Geschichte dieses erfolgreichen Projektes. Gewaltbetroffene Frauen, Zeitzeuginnen und Fachleute schlagen den Bogen in die Gegenwart.
Veronika Sutter lotet in «Grösser als du» (edition 8) gefährliche Beziehungsmuster aus und beschreibt Wendepunkte im Leben von Menschen, die – ohne es zu wissen – die Erfahrung von Abhängigkeit und Gewalt teilen. Die 15 Geschichten spielen zwischen den beiden Schwei¬zer Frauenstreiks von 1991 und 2019. Nebst Spuren, welche die unguten Verbindun-gen hinterlassen, scheinen auch skurrile Momente auf und oft ist es eine unverhoffte Wendung, die eine Befreiung möglich macht.
Alice Grünfelder moderiert. https://www.literaturfelder.com

Eintritt:

Kollekte, kleiner Apéro

Tickets:

Keine Tickets, keine Reservation; Einlass, solange Platz vorhanden

Veranstaltungsort:

Salon zum Rehböckli
Trittligasse 26
8001 Zürich
Im Haus zum Rehböckli wohnte der Schweizer Chronist Johannes Stumpf von 1562 bis zu seinem Tod 1578. Hier war auch der erste Kindergarten der Stadt untergebracht. Prisca Senn öffnet das Haus regelmässig für literarische Veranstaltungen.