Sa 24.10.
GeschichtenBäckerei Zürich
Erotik: Praxisorientierter Schreibkurs in Kleingruppe
Es gibt Erotikszenen. Eindeutige und explizite. Andere verbleiben in der Andeutung. So oder so, Körper werden zum Zentrum einer Szene, sie werden Subjekt. Die Autorin, der Autor nimmt die Leserschaft mit in die Intimität der Figuren. Ein zwiespältiger Point of no Return.
Die gesprochene Sprache verschwindet immer mehr. Körper sprechen für sich, manche verstehen sich, andere reden aneinander vorbei und werden sich deshalb kaum wiedersehen. Oder vielleicht doch. Das erste Mal, das hundertste Mal, noch schnell schmucklos, das letzte Mal. Sehnsüchte, Geruch von Schweiss, Sprenkel neben der Pupille, ein Muttermal, ein einzelnes Haar, die Wärme des Atems. Ein zwiespältiger Point of no Return: Wieviel will die Leserin, der Leser wissen von dem, was da vorgeht? Wie wenig Text und welcher genau setzt welche Phantasie frei? Wir beschäftigen uns auch mit dieser Kunst der Andeutung in unserer schreiend expliziten Zeit des post-pornografischen Zeitalters, eingedenk dessen, dass Phantasie ein erotischer Faktor ist – die Phantasie der Figuren, die der Lesenden. Das Nicht-Geschriebene erzählt, die Kunst der Lücke.
Mit Inputs, angeleiteten Schreibsequenzen, vorlesen (wer will), Feedback, Überarbeiten.
Franz Kasperski
Franz Kasperski ist Literaturwissenschaftler, Theaterregisseur an Stadt- und Staatstheatern. Er arbeitete als Kulturjournalist für öffentlich-rechtliche Sender, ist Autor:innencoach und Workshopleiter, Lehrbeauftragter der ZHAW, der HKB, der PH und der Universität Fribourg. Er ist Gründer und Co-leiter der GeschichtenBäckerei. Seit über 20 Jahren arbeitet er ausserdem als systemischer Coach und Organisationsberater im In- und Ausland vorwiegend im Bereich (medialer) Kommunikation und Kreativität mit Führungskräften und Teams.
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Sprache:
Deutsch
Eintritt:
CHF 160.00
Veranstaltungsort:
GeschichtenBäckerei
Predigerplatz 42
8001 Zürich
Die GeschichtenBäckerei ist ein kleines ebenerdiges Ladenlokal direkt am Predigerplatz. Es ist leider nicht barrierefrei für Rollstühle, die Tür ist zu schmal und es gibt eine Stufe beim Eingang sowie im Laden drei Stufen zur Toilette.
