Sa 24.10.
Karl der Grosse Zürich
Ein Abend voller Schwindel mit Sarah Elena Müller, Lilli Tollkien und Özge İnan
In eine zunehmend toxische Beziehung hat sich eine Unwucht gegraben. Das Aufwachsen in einer Berliner Männer-WG lässt nicht nur das Mädchen taumeln. Und hat die gefeierte Newcomerin ihre Gedichte wirklich selbst geschrieben? Monika Schärer moderiert diesen Abend rund ums Schwindeln und Taumeln.
Sarah Elena Müller erzählt in «Unwucht» die Geschichte von Alice und Rio, der sich sich in kriminellen Machenschaften rund um seine Drogensucht verliert. Sieben Jahre später steht Alice vor Rios Tür. Sie will ihre Geschichte verstehen.
Verstehen, will auch Lale, die in den 80ern in einer Berliner Männerkommune aufwächst, dort werden Partys gefeiert und Revolutionen geplant. Lale sehnt sich nach Geborgenheit, während ihre Grenzen überschritten werden. Zwischen Freiheit und Vernachlässigung sucht sie in Lilli Tollkiens Debüt «Mit beiden Händen den Himmel stützen» ihren Weg und taumelt an den Rändern.
Emma Rodenstock ist ein Phänomen. Alle reissen sich um die Dichterin. Sie gibt der Debatte um Klassismus und Privilegien ein Gesicht. Bis Nazanin Esfahani, aufstrebende Journalistin, eine Unstimmigkeit in ihrer Geschichte findet. Özge İnan seziert in «Die Dichterin» nicht nur den Literaturbetrieb.
Zu Beginn liest Raffaella Studer, Gewinnerin des Schreibwettbewerbs «VorSatz», ihren Text.
Sarah Elena Müller
Sarah Elena Müller (*1990) bewegt sich fliessend zwischen Literatur, Musik, Forschung und Performance. Sie testet, ertastet, birgt und transformiert Erfahrung in verschiedene Erzählformen, interessiert sich für tanzbare Musik, soziale, ökologische und technologische Entwicklungen.
Ihr Debüt «Bild ohne Mädchen» (2023) wurde vielfach ausgezeichnet, war für den Schweizer Buchpreis sowie den Rauriser Buchpreis nominiert und wurde ins Französische und Serbokroatische übersetzt.
Mit «Unwucht» steht Sarah Elena Müller 2026 abermals auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis.
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Lilli Tollkien
Lilli Tollkien, 1980 in Berlin geboren, begann verschiedene Ausbildungen und studierte unter anderem Regie und Musiktherapie in Berlin und Heidelberg. Sie arbeitete in sehr unterschiedlichen Berufen, etwa als Suchtberaterin in der JVA, als Jobcoach und Ausstatterin. Neben ihrem heutigen Beruf fotografiert sie und hat in Anthologien veröffentlicht. Sie lebt mit ihren Kindern in Leipzig. «Mit beiden Händen den Himmel stützen» ist ihr erster Roman, sie stand mit ihm auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis.
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Özge İnan
Özge İnan, geboren 1997 in Berlin, wurde während ihres Jurastudiums online mit politischen Kurztexten bekannt. Inzwischen arbeitet sie als Journalistin unter anderem für den «Freitag», «Zeit Online» und die «Süddeutsche Zeitung». «Die Dichterin» ist nach «Natürlich kann man hier nicht leben» ihr zweiter Roman.
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Monika Schärer
Monika Schärer, geb. am 1. Juni 1968 in Wettingen, ist Moderatorin, Coach und Kulturvermittlerin. Sie über 30 Jahre für Radio und Fernsehen gearbeitet.
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Raffaella Studer
Raffaella Studer, 1978, ist im Kanton Solothurn geboren und aufgewachsen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Kestenholz. Sie ist gelernte Fotografin und besuchte die Hochschule der Künste in Zürich sowie die Schule für Gestaltung in Bern. Seit einigen Jahren arbeitet sie als Erwachsenenbildnerin und unterrichtet Deutsch im Migrationsbereich. Die Sprache ist für sie ein weiteres künstlerisches Ausdrucksmittel geworden. In ihren Texten setzt sie sich mit den feinen Rissen in zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander und erkundet dabei das Unausgesprochene. Sie absolvierte den Lehrgang Literarisches Schreiben in Zürich und präsentierte 2025 erstmals eine ihrer Kurzgeschichten im Rahmen von «Zürich liest». Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Roman.
Sprache:
Deutsch
Wahlpreis:
CHF 40.00, CHF 30.00, CHF 20.00
Tageskasse am Veranstaltungsort
Veranstaltungsort:
Karl der Grosse
Kirchgasse 14
8001 Zürich
Karl der Grosse ist ein Debattierhaus mit Bistro im Parterre und historischen Räumlichkeiten mitten in der Zürcher Altstadt. Während «Zürich liest» finden hier zahlreiche Veranstaltungen statt und auch das Festivalzentrum ist hier untergebracht.
