Sa 24.10.

Jesuitenbibliothek     Zürich

19:00 – 21:00

Eckhard Nordhofen: Corpora. Die anarchische Kraft des Monotheismus. Christian Rutishauser SJ und Francesco Papagni diskutieren über das Buch.

 

Jan Assmann hat mit der These über den Zusammenhang von Monotheismus und Gewalt eine breite Diskussion ausgelöst. Nordhofens Buch ist keine Wortmeldung in dieser Debatte, vielmehr ein eigenständiger Beitrag zur Valenz des Monotheismus. Seine Aufmerksamkeit gilt den Medien Schrift, Bild und Körper.

Nach christlicher Auffassung ist jede Beziehung zu Gott medial vermittelt. Nicht umsonst lautet der erste Satz des Johannesevangeliums "Im Anfang war das Wort". Wir Menschen sind Sinnenwesen und würden es nicht ertragen, Gott direkt zu sehen - das Alte Testament legt Zeugnis davon ab. Wort, Schrift, Bild und Jesus Christus als Fleisch gewordener, also Körper gewordener Gott sind die Medien, durch die der Ewige sich uns offenbart. Eckhard Nordhofen nimmt diese Vermitteltheit des Göttlichen ernst und erzählt jüdische und christliche Religionsgeschichte als Mediengeschichte, wobei er nicht nur zu historischen sondern durchaus auch zu systematischen Aussagen gelangt. Der Abend bietet die Gelegenheit, eine der zentralen Fragen des Judentums wie auch des Christentums zu diskutieren.
Coronabedingt kann der Autor leider nicht anreisen.

Eintritt:

Eintritt frei

Tickets:

Keine Tickets, keine Reservation; Einlass, solange Platz vorhanden

Veranstaltungsort:

Jesuitenbibliothek
Hirschengraben 74
8001 Zürich
Der Eingang befindet sich im Hof