So 29.10.

Theater Neumarkt     Zürich

16:00 – 18:00

E wie Erinnern – Postmigrantische Perspektiven in eigener deutscher Lyrik mit den Autor:innen Elona Beqiraj und Fatbardh Kqiku

 

Postmigrantische Perspektiven in eigener deutscher Lyrik – multimedial und interaktiv. Elona Beqiraj und Fatbardh Kqiku teilen ihre Gedichte und sprechen aus einer queeren, feministischen Perspektive über Themen wie Krieg, Flucht, Vaterfigur, Liebe und Trauer, Homosexualiät im albanischen Kontext.

Lesung und Gespräch. Postmigrantische Perspektiven in eigener deutscher Lyrik – multimedial und interaktiv. Die Autorin Elona Beqiraj und der Autor Fatbardh Kqiku teilen ihre Gedichte und kommen in einen Dialog über das Leben in der «Diaspora». Mit ihren Werken «Und wir kamen jeden Sommer» (Beqiraj, 2019) sowie «Zwischen den Rissen» (Kqiku, 2021), zeigen Elona und Fatbardh unterschiedliche Erfahrungswelten migrantischer Menschen in der «Diaspora» auf, die mehr als ihre «Identitätskrise» sind und keineswegs als eine homogene Gruppe betrachtet werden sollten. Aus einer queeren und feministischen Perspektive sprechen sie über Themen wie Krieg und Flucht, Vaterfigur, Liebe und Trauer, Homosexualität im albanischen Kontext und Othering in Deutschland.

E wie Erinnern ist eine Kollaboration zwischen Theater Neumarkt und ZIID- Zürcher Institut für Interreligiösen Dialog

Elona Beqiraj

Elona Beqiraj ist 1997 in Niedersachen geboren worden und dort aufgewachsen. Zurzeit lebt sie in Berlin. Neben ihrem Studium der Politikwissenschaften arbeitet sie als Werkstudentin im Projekt Together in Germany bei den Neuen Deutschen Medienmacher*innen. Als Kind albanischer Migrant*innen beschäftigt sie sich schon in jungen Jahren lyrisch mit den Gefühlen und Erlebnissen von Menschen, die sich zwischen verschiedenen Welten hin und hergerissen fühlen. In ihrem Gedichtband „und wir kamen jeden sommer“, das 2019 im Resonar Verlag erschienen ist, macht sie die langfristigen Folgen von Krieg und Migration poetisch erfahrbar und behandelt die Frage nach Zu- und Unzugehörigkeit in Deutschland. Zudem gibt sie Schreibworkshops, in denen sie diese Themen ebenfalls behandelt. Am Gorki leitete sie von Oktober bis Dezember 2021 für Gorki X das aktivistische Kunstprojekt „Weil wir nicht vergessen“, das sich einer würdevollern Erinnerungskultur bezüglich rechter Gewalt in Deutschland widmet und an die Ausstellung Offener Prozess zur Aufarbeitung des NSU-Komplex angebunden war. Mit ihrem neustes Projekt „Solange wir erinnern“, das sie gemeinsam mit Hiyam Biary geleitet hat, entwickelte sie an zwei Berliner Schulen und am Maxim Gorki Theater eine Ausstellung und einen Gedenktag, der sich mit dem rassistischen Anschlag in Hanau auseinandersetzt.

Fatbardh Kqiku

Fatbardh Kqiku ist 1996 in Augsburg geboren und dort aufgewachsen. Für sein Studium der Volkswirtschaftslehre ist er 2016 nach Berlin gezogen. Derzeit studiert er Sustainable Finance im Master in der Niederlande und ist Vorstandsmitglied bei der Kaneza Foundation for Dialogue and Empowerment, die sich für Menschrechte vor allem für Schwarze Menschen und People of Colour einsetzt. Als Kind geflüchteter Albaner*innen aus dem Kosvo, setzt sich Fatbardh früh mit der strukturellen Ungleichheit für Geflüchtete auseinander. In seinem Buch „Zwischen den Rissen“ spricht Fatbardh über den plötzlichen Verlust seines Vaters und beleuchtet das Thema Trauer im Schwerpunkt, jedoch aus einer migrantisierten und queeren Perspektive. Als Kind geflüchteter Albaner*innen aus dem Kosvo, setzt sich Fatbardh früh mit der strukturellen Ungleichheit für Geflüchtete auseinander. Insbesondere interessiert ihn dabei eine intersektionelle Perspektive. In seinem Buch „Zwischen den Rissen“ spricht Fatbardh über den plötzlichen Verlust seines Vaters und beleuchtet das Thema Trauer im Schwerpunkt, jedoch aus einer migrantisierten und queeren Perspektive. In der Vergangenheit hat Fatbardh im Feld der nachhaltigen Unternehmensentwicklung gearbeitet. Hier berät er zu den Themen Klima, Diversität und Sustainable Finance und hat bereits börsennotierte Unternehmen und Finanzinstitute bei ihrer Nachhaltigkeitsentwicklung begleiten dürfen. Freiberuflich unterstützt er politische Initativen beim strategischen Organisationsbau. Er war unter anderem Speaker zum Thema Rassimus & Intersektionalität beim Berliner Stiftungstag.

Sprache:

Deutsch

Eintritt:

CHF 45.00

Ermässigung:

CHF 15.00

 

Wahlpreis CHF 15 / 30 / 45

Personen in Ausbildung, Inhaber:innen der KulturLegi, IV-Beziehende, AHV-Beziehende

Tickets:

Tickets unter Email, Webseite

Veranstaltungsort:

Theater Neumarkt
Neumarkt 5
8001 Zürich
Für Menschen mit Gehbehinderung: Bitte anmelden oder beim Eingang melden.