Fr 23.10.

sphères, bar buch bühne     Zürich

20:00 – 21:00

Die eigene Stimme finden. Ein Werkstattgespräch über Mut, Resonanz und Gemeinschaft

 

Wann wird aus dem Wunsch zu schreiben der Mut, es ernst zu meinen? Das Autorenpaar Werner Rohner und Ulrike Ulrich liest aus ihren Texten und spricht mit Natalie Borsy über den Weg zum eigenen Schreiben – und darüber, was (oder wen) es braucht, um dranzubleiben. Anschliessend Apéro.

Schreiben gilt oft als einsame Tätigkeit. Doch tatsächlich entsteht Literatur selten im Alleingang. Texte entwickeln sich im Gespräch, durch genaue Lektüren, kritische Rückfragen und Menschen, die einen auf dem Weg begleiten.
Werner Rohner und Ulrike Ulrich schreiben und lehren das Schreiben schon seit vielen Jahren miteinander. Im Gespräch mit Kultur- und Sozialwissenschaftlerin Natalie Borsy geben sie Einblicke in ihre eigenen Schreibwege, über prägende Begegnungen und die Erfahrungen, die sie als Leitende von Schreibwerkstätten gesammelt haben. Wie verändert sich der Blick auf Texte, wenn man selbst schreibt und gleichzeitig andere begleitet? Was lässt sich überhaupt vermitteln – und was müssen alle Schreibende selbst herausfinden? Ein Werkstattgespräch mit Lesungen und Einblicken in die Praxis des literarischen Arbeitens.
Das Gespräch wird vom Haus zum Schreiben organisiert, einem neuen Zürcher Kulturort für literarisches Arbeiten, Austausch und Begegnung. Anschliessend Apéro.

Natalie Borsy

ist Kultur- und Sozialwissenschaftlerin und verantwortet die operative Leitung im Haus zum Schreiben. Sie hat lange an der Universität Zürich im Fachgebiet Populäre Literaturen und Medien gelehrt, geforscht und geschrieben. Im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit beschäftigte sie sich unter anderem mit fiktionalen Kochbüchern und den Verbindungen zwischen Geschichten, Gastlichkeit und Gemeinschaft.

Ulrike Ulrich

geboren 1968 in Düsseldorf, lebt seit 2002 in der Schweiz, seit 2004 in Zürich. 2010 verbrachte sie ein Jahr als Stipendiatin der Lydia-Eymann-Stiftung in Langenthal, 2016 ein halbes Jahr in London als Stipendiatin der Landis&Gyr-Stiftung. 2010 erschien ihr Debütroman „fern bleiben“ im Luftschacht Verlag Wien, dem ebendort 2013 der Roman „Hinter den Augen“ folgte, und 2015 der Erzählband „Draussen um diese Zeit“. 2020 erschien ihr Roman “Während wir feiern” im Berlin Verlag, dem 2021 das Festival “Zürich liest ein Buch” gewidmet wurde. Und 2025 der Paris-Roman “Zeit ihres Lebens”, der sich an Rilkes “Malte Laurids Brigge” anlehnt. Mit Svenja Herrmann hat sie Anthologien zum 60. und 70. Geburtstag der Menschenrechte herausgegeben. Mit Axmed Cabdullahi veröffentlichte sie 2018 „Ein Alphabet vom Schreiben und Unterwegssein“. Sie gehört dem Künstler*innenkollektiv „Literatur für das, was passiert“ an. Ihre Texte wurden mehrfach ausgezeichnet u. a. mit dem Walter Serner-Preis, dem Lilly-Ronchetti-Preis und Literarischen Auszeichnungen der Stadt Zürich, zuletzt 2025 für “Zeit ihres Lebens”.
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Werner Rohner

lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2014 erschien sein Debüt "Das Ende der Schonzeit", 2020 sein zweiter Roman Was möglich ist, 2022 Mehr als ein Wunsch, sein erster Roman für Kinder. Für seine Werke erhielt er u. a. Werkbeiträge und Anerkennungsbeiträge der Stadt Zürich, eine Nominierung für den Rauriser Literaturpreis und das Kranichsteiner Literaturstipendium 2023. Mit Ruth Schweikert schrieb er das Theaterstück "Fremdes Vertrauen", das 2023 uraufgeführt wurde. Werner Rohner ist seit vielen Jahren als Dozent und Mentor tätig, ausserdem Experte am Schweizerischen Literaturinstitut. 2023 hatte er die Creative Writing-Dozentur am Allegheny College in Meadville / Pennsylvania inne. Seit 2026 unterrichtet er am Haus zum Schreiben.

Sprache:

Deutsch

Eintritt:

Eintritt frei

Veranstaltungsort:

sphères, bar buch bühne
Hardturmstrasse 66
8005 Zürich

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