Fr 24.10.
Helferei Zürich
Buchvernissage: «Du lachst ja gar nicht mehr. Wie Rassismus krank macht» mit Mahssa Behdjatpour
Autorin Mahssa Behdjatpour spricht mit Ueli Mäder darüber, wie Rassismus Spuren in Körper und Seele hinterlässt. Von der Kindheit im sozialen Brennpunkt bis zur Universität zeigt Behdjatpour in verschiedenen Lebensrealitäten, wie soziale Ausgrenzung Identitätsbildung und Wohlergehen beeinflusst.
Rassismus schadet nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Gesundheit der Betroffenen und kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Befinden haben. Die Autorin Mahssa Behdjatpour verbindet ihre Forschungsansätze mit ihrer postmigrantischen Perspektive. Sie reflektiert eigene Erfahrungen als säkular geprägte Person in Deutschland mit iranischer Herkunft und untersucht, wie soziale Ausgrenzung die Identitätsbildung und das Wohlergehen beeinflusst. Ob im Kindergarten der Vorwurf zu stören oder im Gymnasium die Unterstellung, ein Buch gar nicht verstehen zu können, immer ist die Kritik unberechtigt, aber die Angst und ihre Auswirkungen sind diffus und real. Auch die Rolle der Kunst wird als potenzielles Mittel des Empowerments und der Heilung thematisiert. Diese Verbindung von Biografie, Forschung und künstlerischer Praxis eröffnet eine neue Perspektive für alle, die mehr über die komplexen Zusammenhänge zwischen Rassismus und Gesundheit erfahren möchten.
Mahssa Behdjatpour
Mahssa Behdjatpour wurde 1992 in Hannover geboren, nachdem ihre Eltern aus dem Iran geflohen waren. Sie hat Gesundheitswissenschaften in den Niederlanden und Deutschland studiert. Derzeit promoviert sie im Bereich Public Health und untersucht Empowerment-Ansätze für marginalisierte Menschen. Ihre Forschung konzentriert sich darauf, die gesundheitlichen Auswirkungen von Diskriminierung zu verstehen und innovative Ansätze zur Unterstützung von Betroffenen zu entwickeln. Neben ihrer akademischen Tätigkeit hat sie zwei Kinderbücher geschrieben und illustriert, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzen. Mahssa Behdjatpour lebt in Hannover.
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Ueli Mäder
Ueli Mäder, 1951 in Beinwil am See geboren, ist emeritierter Professor für Soziologie der Universität Basel und der Hochschule für Soziale Arbeit. Er forscht über soziale Ungleichheiten. Zuletzt erschienen im Rotpunktverlag "68 – was bleibt?" (2018), "macht.ch. Geld und Macht in der Schweiz" (2015) und mit Ganga Jey Aratnam und Sarah Schilliger zusammen "Wie Reiche denken und lenken" (2010). 2022 erhielt er den Internationalen Erich-Fromm-Preis.
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Sprache:
Deutsch
Eintritt:
Eintritt frei
Veranstaltungsort:
Helferei
Kirchgasse 13
8001 Zürich
