Do 28.10.

Modissa     Zürich

20:00 – 21:30

Ariela Sarbacher und Thomas Sarbacher lesen Lou Andreas-Salomé

 

Lou Andreas-Salomé veröffentlichte 1898 mit 27 Jahren «Fenitschka» (Telegramme Verlag, 2021), die subtile Erzählung von einer Frau, die ein selbstbestimmtes Leben führt, den Konventionen der Zeit aber Tribut zollt. Das Buch ist heute so aktuell wie damals. Präsentation: Dana Grigorcea.

Lou Andreas-Salomé wurde 1861 in St. Petersburg in eine deutsch-russische Familie geboren. Die Schriftstellerin und Psychoanalytikerin reiste weit und publizierte zahlreich, verkehrte in den Pariser Salons genauso wie in deutschen Geisteskreisen – Sigmund Freud sprach in hohen Tönen von ihr. Sie trennte sich von Rainer Maria Rilke, und Friedrich Nietzsches Heiratsantrag lehnte sie ab.
Im Herbst 1880 zog Lou Andreas-Salomé zusammen mit ihrer Mutter nach Zürich, wo sie bis 1881 als (nicht offiziell eingeschriebene) Gasthörerin Vorlesungen an der Universität besuchte, die als eine von wenigen Hochschulen jener Zeit auch Frauen zum Studium zuliess. Lou Andreas-Salomé belegte Vorlesungen in Philosophie (Logik, Geschichte der Philosophie, Antike Philosophie und Psychologie) und Theologie (Dogmatik). Ein Lungenleiden zwang sie zur Unterbrechung des Studiums. Man empfahl ihr zur Heilung ein wärmeres Klima. 1937 starb sie in Göttingen.

Eintritt:

Kollekte

Tickets:

Keine Tickets, keine Reservation; Einlass, solange Platz vorhanden

Veranstaltungsort:

Modissa
Bahnhofstrasse 74
8001 Zürich
3. Stockwerk, mit Blick auf die Bahnhofstrasse.