Do 23.10.

Landesmuseum     Zürich

18:00 – 19:00

«Amputierte Mutter» – Lesung mit Elisabeth Meister

 

Elisabeth wird mit 16 Jahren ungewollt schwanger. In ihrem Buch «Amputierte Mutter» schildert Elisabeth Meister eindrücklich, aber ohne Zorn, wie die Zürcher Behörden sie in den späten 1960er-Jahren dazu drängten, ihre Tochter zur Adoption freizugeben.

1969 feiern Hippies die freie Liebe, in Woodstock wälzt man sich zu neuen Klängen im Schlamm. Im Kino läuft «Easy Rider». Und in Zürich bekommt Elisabeth ein Kind. Unverheiratet, ohne Kindsvater, 16 Jahre alt. Das durfte nicht sein in einer Welt, in der Väter jeden Samstag ihren Ford Taunus oder Opel Kapitän schamponierten und das Treppenhaus nach Schmierseife zu riechen hatte. Der Druck von Behörden und Familie auf die junge Mutter wurde so gross, dass sie ihre Tochter schliesslich zur Adoption freigab. «Es war da irgendwie eine andere, die durchs Leben ging!»

Moderation: Yves Demuth, Historiker und Redaktor beim «Beobachter».

In der Videoinstallation «Erfahrungen Schweiz – Fremdplatziert» erzählten Betroffene von sogenannt fürsorgerischen Zwangsmassnahmen ihre persönliche Geschichte, wie sie diese Zeit erlebt haben, wie sie nachwirkt und warum sie ihre Erfahrungen heute teilen. Die Interviews sind einsehbar unter: https://www.landesmuseum.ch/fremdplatziert.

Elisabeth Meister

Yves Demuth

Yves Demuth ist Redaktor beim «Beobachter» und widmet sich seit 2005 den Themen Konsum, Geschichte, Gesellschaft, Gesundheit und Wirtschaft. Seit 2017 ist er bei der Marke tätig und wurde für seine herausragende Arbeit mit dem Prix Transparence 2023, dem Zürcher Journalistenpreis 2022 und dem Deutschen Verbraucherjournalistenpreis 2013 ausgezeichnet.
> Webseite

Sprache:

Deutsch

Eintritt:

CHF 10.00

Tickets via:

Tickets via Webseite

Veranstaltungsort:

Landesmuseum
Museumstrasse 2
8001 Zürich
Bibliothek, 1.OG beim Empfang

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