Sa 24.10.
Karl der Grosse Zürich
Hommage an Dieter Fringeli
Die Lyrik Dieter Fringelis zum Wieder- und Neuentdecken: ALIT – Rudolf Bussmann stellt Dieter Fringelis inspirierende Gedichte vor («das leben gefällt mir auch ohne mich», ALIT-Reihe bei Wallstein) und bricht eine Lanze für die Lyrik. – Zehn Lyriker:innen von LyrikTisch setzen den Dialog fort
Der Schweizer Dichter (1942–1999) war ein feinsinniger Beobachter unserer Sprache. Er erkannte in abgegriffenen Redewendungen ein spielerisches Potenzial, um hintergründigen Sinn, Schalk und feine Ironie freizulegen – selbst bei ernsten Themen wie Alter und Vergänglichkeit. Mit der im Wallstein Verlag erschienenen Auswahl «das leben gefällt mir auch ohne mich» liegen seine Gedichte nun als repräsentativer Querschnitt vor. Der Herausgeber und Moderator Rudolf Bussmann führt durch die Veranstaltung und liest aus seinem Essay über Lyrikförderung. Als Highlight treten Poet:innen des LyrikTischs in einen literarischen Dialog mit dem Werk: Sie widmen Dieter Fringeli eigene, frisch verfasste Zeilen und lassen seine Gedichte im Hier und Jetzt neu aufleben.
Sabine Abt, Marco Berg, Asiye Müjgan Güvenli, Ruth Loosli, Pedro Meier, Dragica Rajcic Holzner Jeannine Osborne, Walter Schüpbach, Claudia Sutter, Clemens Umbricht, Esther Ackermann Elisabeth Wandeler-Deck
Rudolf Bussmann
Rudolf Bussmann (* 21. Juni1947 in Olten) ist ein Schweizer Schriftsteller und Übersetzer. Bussmann studierte an der Universität Basel Germanistik, Romanistik und Geschichte mit Studienaufenthalten in Parisund Berlin. Nach seiner Promotion über den expressionistischen Dramatiker Georg Kaiser arbeitete er als Lehrer an verschiedenen Schulen und Höheren Fachschulen in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Seit 1987 arbeitet er als freier Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer in Basel und im Jura. Bussmann ist Mitglied der Basler Lyrikgruppe und Präsident des Internationalen Lyrikfestivals Basel. Von 1982 an war er Redaktor und zusammen mit Martin Zingg Herausgeber der Schweizer Literaturzeitschrift drehpunkt.
Clemens Umbricht
Clemens Umbricht ist 1960 in Reiden Luzern geboren, wohnt in Andwil St.Gallen und arbeitet als Verlagsleiter in Teufen Appenzell Ausserrhoden. Seit 1980 hat er mehrere Gedichtbände publiziert, und seine Gedichte erscheinen in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Clemens Umbricht war während vieler Jahre Mitherausgeber der St.Galler Literaturzeitschrift «NOISMA» und bis 2019 mitverantwortlich für die Programmgestaltung der literarischen Lesereihe «NOISMA im Kult-Bau» in St.Gallen. Clemens Umbricht ist Mitglied des A*dS (Autorinnen und Autoren der Schweiz) und des DeutschSchweizer PEN-Zentrums. Auszeichnungen • Zürcher Lyrikpreis, 2012, Clemens Umbricht war einer der Preisträger • Lyrikpreis der Literaturzeitschrift «orte», 1997 und 2011 • Lyrikpreis Meran, 1994, Endauswahl • Zweiter St.Galler Förderungspreis für Literatur (Prosa), 1988 • Erster St.Galler Förderungspreis für Literatur (Lyrik), 1986
Sabine Abt
Sabine Abt (*1977) studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Zürich und erwarb als Pianistin mit Nebenfach Gesang das Konzertdiplom an der Zürcher Hochschule der Künste Sie unterrichtet Deutsch und Englisch an der Kantonsschule Uster und leitet da seit 2012 das Theateratelier. Daneben ist sie als freischaffende Musikerin und Veranstalterin tätig und schreibt Lyrik und Kurzprosa. 2022 erschien ihr Lyrikdebüt «fischfarbenprisma» (Caracol Verlag). Ihre «Oktopus-Variationen» wurden 2023 im Sammelband surrealer Geschichten «Tintenblau wogende Stunden» veröffentlicht. Weitere Gedichte erschienen in 2024 im Sammelband “Im Fluss der Stille”. 2026 erschien ihr zweiter Lyrikband «ohne fluchtpunkt kein dasein». Sie ist Mitglied des A*dS. Sabine Abt lebt mit ihrer Familie in Bäretswil im Zürcher Oberland. Hier veranstaltet sie zusammen mit ihrem Mann, dem Gitarristen Urs Stirnimann, im ehemaligen Schulhaus Tanne regelmässig Kulturanlässe. (www.musikraumtanne.ch)
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Esther Ackermann
Esther Ackermann ist 1962 in Thun geboren und lebt in Liebefeld. Sie ist Germanistin und Theaterwissenschaftlerin lic. phil., studierte aber ohne Abschluss auch Kunstgeschichte und Pädagogik. Sie arbeitete unter anderem als Dramaturgin, Verlagslektorin, Rezensentin, und als Sekretärin der Präsidialabteilung Worb und des Schweizerischen Literaturarchivs in Bern. Esther Ackermann ist seit jeher eine passionierte Lyrik-Leserin, hat aber spät ins aktive Schreiben gewechselt, dafür ein Dissertationsprojekt über Erika Burkard aufgegeben. Sie veröffentlichte in Anthologien, Zeitschriften, Literaturautomaten und im Jahrbuch der Lyrik 2015, 2020 und 2022. Esther Ackermann ist Mitglied der Jury des Kurt-Marti-Preises.
Marco Berg
Marco Berg ist Schriftsteller. "Aleph und Omega" ist seine fünfte Publikation. Er engagiert sich für das Deutschschweizer Lyrik-Schaffen als Co-Präsident von Pro Lyrica. Parallel ist er im Klimaschutz tätig.
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Ruth Loosli
Ruth Loosli, geboren 1959 im Seeland, lebt in Winterthur. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien; erschienen sind Kindergeschichten, ein Roman, ein Kurzgeschichtenband und mehrere Lyrikbände, der letzte, erschienen im Caracol Verlag 2023, erhielt einen Anerkennungspreis der Stadt Zürich. Schriftbilder entstehen seit einigen Jahren, eines wurde ausgewählt fürs Plakat von «Zürich liest» 2023. In der Galerie Weiertal werden 2026 neue Schriftbilder zu sehen sein.
www.ruthloosli.ch
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Walther Schüpbach
Geboren in St.Erhard / Sursee LU 1952. Maturität Typus C Kantonsschule Alpenquai Luzern Studium: Universität Zürich (Deutsch/Englisch/Pädagogik) Lizentiat, bei PD Klaus Weimar über die Lyrik von Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger Auslandaufenthalte in Sheffield GB (assistant teacher)und Santiago de Chile (parvulario auxiliar) Unterricht am Gymnasium: teilzeitliche Lehraufträge an den Maturitätsschulen Wettingen, Sursee und ab 1990 am Gymnasium Immensee (Untericht Deutsch/Englisch, neun Jahre Leitung und Regie am Schultheater)daneben schriftstellerische Tätigkeit Ateliers in Wädenswil, Baden, Adligenswil und seit 2014 in Luzern öffentliche Förderung (Aargau, Luzern) öffentliche Förderung seit 1992 Halbjähriges Stipendium für das Atelier des Aargauer Kuratoriums in den Hackeschen Höfen in Berlin Mitte Pensionierung, seither freiberuflicher Autor Schreibprojekt mit Bert Siegfried (Zürich): Turm Angst – Ein Lesebuch (Textsammlung und textuelle Koproduktionen) Publikationen mit Schwergewicht Lyrik, ein autobiografischer Roman (Sippenhaftung)
Asiye Müjgan Güvneli
Asiye Müjgan Güvenli, geboren 1957 in der Türkei. Diplomierte Soziologin. In der Türkei Arbeit als Journalistin. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Essay. Bis jetzt wurden von ihr drei Erzählbände, ein zweisprachiger Lyrikband, ein türkischer Lyrikband und zahlreiche Essays in verschiedenen feministischen Zeitschriften veröffentlicht. Einige Förderungen des Kantons Zürich und Stadt Winterthur. Lesereise in der Schweiz sowie in Deutschland. Teilnahme an die Solothurner Literaturtage 44. Sie gehört dem Vorstand Deutsch Schweizer PEN-Zentrum an. Sie lebt seit 1997 in der Schweiz
Dragica Rajčić Holzner
1959 in Split geboren. Sie schrieb zunächst in ihrer Muttersprache Kroatisch. 1978 kam sie in die Schweiz und begann in deutscher Sprache zu schreiben, 1986 erschien ihr erster Gedichtband Halbgedichte einer Gastfrau. Nach ihrer Rückkehr nach Kroatien 1988 gründete sie dort die Zeitung Glas Kaštela und arbeitete als Journalistin, bevor sie 1991, nach dem Ausbruch des Krieges in Kroatien, mit ihren drei Kindern in die Schweiz flüchten musste. Sie veröffentlichte weitere Bücher und Theaterstücke, studierte Soziokultur an der HSA Luzern, arbeitete als Zeitungsredakteurin. Sie wurde u. a. mit dem Förderpreis zum Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem Förderpreis Lyrikpreis Meran und dem Schweizer Literaturpreis 2021 für das Langgedicht Glück (Der gesunde Menschenversand, 2019) ausgezeichnet. Ihr Roman Liebe um Liebe (2021) ist bei Matthes & Seitz in Berlin erschienen. Sie lebt in Zürich und Innsbruck.
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Elisabeth Wandler-Deck
Elisabeth WANDELER-DECK (*1939) lebt in Zürich-Affoltern und anderswo. Ursprünglich Architektin und Soziologin/Gestaltanalytikerin. Als Schriftstellerin zahlreiche Buchveröffentlichungen sowie Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (zuletzt ZEITZOO und IDIOME sowie LICHTUNGEN, DAS NARR) und im Netz (u.a. SIGNATUREN). Bildtextarbeiten. Szenische Arbeiten. Als improvisierende Musikerin und mit ihren Texten Mitglied des Improvisationsquartetts bunte hörschlaufen. Zusammenarbeit mit Komponistinnen, Musikern. Einmal entstand in Film. Veröffentlichungen u.a.: ANTIGONE BLÄSSHUHN ALPHABET SO NEBENHER, Ritter 2022; FÜLLFLÄCHEN FÜR GERÄUSCHE: AB 09.10.2023, Klingental 2024; ZARTE LISTEHN, edition taberna kritika etk 2025; ANLANDEBAHEN FÜR GERÄUSCHE, Ritter Verlag 2025; VON EULEN EIN WINTER, Edition Howeg 2025; BLINKT PLI SELON [PLISSEE INDEED] Passagen Verlag 2025 www.wandelerdeck.ch ,
Sprache:
Deutsch
Eintritt:
Eintritt frei
Veranstaltungsort:
Karl der Grosse
Kirchgasse 14
8001 Zürich
Karl der Grosse ist ein Debattierhaus mit Bistro im Parterre und historischen Räumlichkeiten mitten in der Zürcher Altstadt. Während «Zürich liest» finden hier zahlreiche Veranstaltungen statt und auch das Festivalzentrum ist hier untergebracht.
