Aktuelles

Vielsprachige Literaturen

«Zürich liest» ist mehrsprachig. Eine gute Gelegenheit, die eigenen Sprachkenntnisse etwas aufzufrischen, neue Idiome kennenzulernen und andere Sprachräume und Literaturen zu entdecken. Zum Beispiel mit Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Ukrainisch, Tschechisch, Polnisch, Kurmandschi oder Albanisch.

Auf Englisch sind folgende Veranstaltungen: die Lesungen mit dem belarussischen, in der Schweiz lebenden Autor Sasha Filipenko und mit der nigerianisch-britischen, in Prag lebenden Autorin Helen Oyeyemi. Der nigerianische Poet Inua Ellams reagiert in seiner Performance auf die kürzlich erfolgte Restitution der Benin­Bronzen durch Schweizer Museen, und Sahar Tavakoli verar­beitet Erfahrungen von Verlust, Exil, Widerstand und Neuanfang. Und für Kids: Thingy.

Im Literaturmuseum Strau­ hof wird über «Women and Fiction» diskutiert, in der Zürcher James Joyce Stiftung geht es um Monster, Drogen und Verwandlungen bei Homer und Joyce. Gespräche rund um mentale Gesundheit und Selbstreflexion in Englisch gibt es im Rahmen der MindHeal Bookclub Week im The Studio. Architekturhistoriker Ludo Groen verfolgt wie ein Detektiv die Spuren, die Schweizer Gold hinterlässt.

Gaetano Verardi schlägt in seiner italienisch­deutschen Lyrik den Bogen zwischen seiner apulischen Herkunft und seiner Heimat am Zürichsee. Anlässlich des 100. Jahrestages der Verleihung des Nobelpreises an Grazia Deledda findet eine Lesung auf Italienisch aus «Nostalgie» statt. Es geht um Migration, Zugehörigkeit und Orientierungslosigkeit.

Das Gespräch mit der uruguayischen Autorin Mercedes Rosende ist auf Spanisch, mit zusammenfassender Überset­ zung auf Deutsch.

Die Jurymitglieder des Choix Goncourt Suisse diskutieren auf Französisch die High­ lights der Rentrée Littéraire. Über die Stellung der sogenannten «frankophonen» Literatur diskutieren die Soziologin Gisèle Sapiro und der haitianische Schriftsteller Makenzy Orcel.

Einen Einblick in die Litera­ tur Kurdistans gibt es bei der Lesung mit Irfan Yildiz in Kurmandschi und Deutsch. Oliwia Hälterleins Lesung aus «Wir Töchter» ist in Deutsch und Polnisch. Die tschechische Autorin Kristina Hamplová liest über zerbrechliche Beziehungen. Die albanisch-schweizerische Autorin Drita Ademi lässt sich entdecken, wenn sie aus ihren Gedichten und ihrem Roman liest. Die ukrainische Autorin Liliia Zhernov liest aus ihrem Debüt «Lull mich ein!».

Im Bild: Sasha Filipenko

Bild: Diogenes Verlag (Foto: Lukas Lienhard)


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