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17.08.2021

«Zürich liest'21» vom 27. bis 31. Oktober 2021

Weit über 300 Beteiligte stehen in den Startlöchern für die elfte Ausgabe von «Zürich liest», die an über 100 Orten stattfinden wird. Das Programm ist ab dem 3. September online.

Kommunikation macht einen Grossteil unseres Lebens aus. Wie wir uns mitteilen, was wir aufnehmen und wie wir etwas verstehen, beeinflusst unser Denken und Handeln. Der Sprachen und Mittel, deren wir uns dabei bedienen können, scheinen kaum Grenzen gesetzt zu sein: da sind unsere Elternsprachen, in denen wir uns aufgehoben fühlen, die Fremdsprachen, die wir mit mehr oder weniger Enthusiasmus lernen (und trotzdem spätestens auf Reisen) auch froh darüber sind, man kann mit Musik kommunizieren, mit Gebärden, mit Zeichnungen, mit dem Körper … Wenn Ludwig Wittgenstein in seinem «Tractatus logico-philosophicus» schreibt: «Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt», lässt sich ausführlich darüber philosophieren, was er damit meint. Wir meinen, Offenheit, Toleranz und Respekt sind die Mittel, um die eigene Welt grösser zu machen, lebendiger, vielfältiger und lebenswerter. Wer sich selbst Welt genug ist, verpasst doch eine ganze Menge. Zum Beispiel die vielen Bücher, die sich entdecken lassen, die Menschen, mit denen man sich über sie austauschen kann. Deshalb freuen wir uns wie verflixt, dass wir uns mit «Zürich liest» nach einer langen Zeit der Beschränkung in die literarische Flut werfen können, möge sie uns umspülen, umhauen, die Beine umsprudeln, den Grund unter den Füssen wegspülen oder uns wegtragen.

Janka Wüest, Präsidentin Zürcher Buchhändler- und Verlegerverein

Martin Walker und Violanta von Salis, Festivalleitung «Zürich liest»


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